HTC Desire S im Langzeit-Test: Abschließender Performance-Test
Nach quasi vier Monaten Test bin ich nach wie vor von der Gesamt-Performance des HTC Desire S begeistert. Ich kann mit dem Gerät twittern, e-mailen und diverse weitere Kommunikationskanäle bedienen, Notizen machen und sogar bloggen. Mit kleinen Einschränkungen ein absolut tolles Arbeitsgerät und zudem noch leicht für die Handtasche.
Ein Knackpunkt ist natürlich die Akkuleistung. Denn leider schafft es das Gerät bei intensiver Nutzung kaum über den Tag. Vor allem das UMTS saugt am Akku – und zwar seltsamerweise mehr als das WLAN. Vom GPS kaum zu schweigen, das ich aus selbigem Grund nie anhabe.
Akku & UMTS – it sucks!
Auch das UMTS muss ich zwischendurch immer mal wieder ausschalten, um Akku zu sparen. Der praktische, aber datenschutzrechtlich bedenkliche Location Based Service scheitert da schon an ganz praktischen Gründen der Anwendung.
Ohne UMTS hält der Akku dann übrigens auch mal zwei Tage – so lange man zwischendurch nicht noch ein paar Fotos macht. Auch die per Widget schnell einstellbare Helligkeit kann Akku sparen:
Zweitakku nötig
Drei Helligkeitsstufen gibt es, die mittlere Helligkeitsstufe ist völlig ausreichen und spart ebenfalls einige Akkustunden. Das Handy ganz dunkel werden zu lassen, ist jedoch nicht zu empfehlen: Man sieht dann spätestens bei Sonnenlicht auf dem Handy gar nichts mehr und kann das dann auch nur via Trial&Error wieder umstellen.
Ich überdenke den Kauf eines Zweit-Akkus – den haben in meinem Bekanntenkreis gar nicht mal so wenige Leute!
Der Speicher
Das Gerät verfügt standardmäßig über eine herausnehmbare SD-Karte mit 8 GB Speicher, die man aber besser nicht ganz voll macht. Denn der quasi-volle Speicher macht das Gerät offenbar langsamer. Nach dem Löschen einer GB Daten ging es wieder schneller.
Als großes Problem erwies sich aber im Laufe der Zeit die zusätzlich installierte Oberfläche Launcher Pro. Denn offenbar funktioniert die für das Standard-Android programmierte Software nicht richtig auf dem von HTC modifizierten Desire S. Diese Graphik von Michael Degusta verdeutlicht sehr schön, was das Problem bei sich immer weiter ausdifferenzierenden Android-Geräten ist.
Es hängt und hängt und hängt
Ständige Systemabstürze waren die Folge, nach dem „Vollaufen“ der SD-Karte hatte das Gerät dann deutliche Hänger und Systemabstürze wurden quasi die Regel. Ich habe daher nicht nur Daten entfernt, sondern auch den LauncherPro – seitdem funktioniert das Gerät wieder einwandfrei und deutschlich schneller als vorher.
Was mich auch begeistert, ist, dass das Gerät mehr oder weniger multi-tasking-fähig ist. Zumindest was die Leistung angeht: Es kommt zu keinen Hängern oder Längeren Pausen, wenn man von einem Gerät zum Nächsten springt.
Multitasking mit kleinen Einschränkungen
Ein längeres Drücken auf die Home-Taste zeigt die zuletzt geöffneten Programme an, in denen mit etwas Glück auch die gerade noch benutzten Einstellungen bzw. Dateien noch geöffnet sind.
Bei meinem Password-Manager Keepass muss ich allerdings jedes mal das Passwort von Neuem eingeben. Mag sein, dass das ein Sicherheitsfeauture ist – aber eines, dass das Switchen zwischen verschiedenen Anwendungen ziemlich verkompliziert.
Insgesamt: Besser als ein Netbook
Insgeasamt ist das Handy jedoch deutlich performanter als z.B. mein 2 Jahre altes Nokia-Netbook und gewinnt für mich den Vergleich Handy vs. Netbook eindeutig. Fast kaum zu glauben! Was mir noch fehlt, ist ein USB-Anschluss für externe Fesplatten und eine Art Dockingstation mit Ständer für eine externe Tastatur – dann wäre das HTC Desire S das perfekte Arbeitsgerät.
Was besser sein könnte, wäre die Fotoleistung: Die ist im Vergleich zum Samsung Galaxy höchstens zufriedenstellend. Schnappschüsse kann man damit machen, mehr ist nicht drin. Überhaupt, was fehlt ist eine richtig gute Kamera, die all diese Handy-Funktionen in sich vereint – statt eines Handys mit rudimentären Foto-Funktionen.




teste doch mal den Go Launcher mit Juice Defender in Kombination. ich nutz die beiden auf meinem Desire S und komme (mit UMTS und ziemlich heftigem Mailverbrauch) auf mindestens 2, meistens sogar 3 Tage…
Super Testberichte von dir!