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Flexiblesbüro sucht Blogger, die das Samsung (Google) Nexus S und das HTC Desire S testen!

Nachdem wir vor einigen Wochen erst Testgeräte rausgegeben haben, starten wir heute schon wieder eine neue Aktion und suchen jeweils zwei Tester für das Samsung (Google) Nexus S und HTC Desire S für unseren Blog.
Warum solltest du als Tester/Blogger teilnehmen?

Du darfst ein nagelneues Samsung (Google) Nexus S oder HTC Desire S inklusive Telefonie&Daten-Flatrate dein Eigen [...]

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Galaxy S: TouchWiz 3.0 – brauchbar oder nicht?

Heute geht’s weiter mit dem Test des Galaxy S von Samsung. Eigentlich hatte ich auch vor ein paar Sätze zu den Dingen zu schreiben, die mich bislang am Galaxy stören, aber RinTinTigger von mobiflip.de hat das schon so hervorragend getan, dass ich lediglich noch 1-2 Anmerkungen habe.

Was mich über Tigger’s Anmerkungen hinaus noch etwas stört sind die Tasten. Warum werden nicht alle Tasten als richtige Tasten umgesetzt? Auch wenn es vielleicht eine persönliche Präferenz ist, ziehe ich Tasten wie den „Home-Button“ den „Soft-Keys“ eindeutig vor. Außerdem vermisse ich etwas die vom Milestone gewohnte Benachrichtigungs-LED. So muss man beim Samsung immer erst das Display anschalten um zu sehen, ob es irgendwas Neues gibt.

Die in seinem Artikel beschriebenen „Lags“ treten wirklich spürbar auf und stellen ein großes Ärgernis dar. Bei einem Gerät dieser Klasse dürfte sowas nicht passieren. Im xda-developers Forum scheint das Problem jedoch lokalisiert worden zu sein. Angeblich arbeitet Samsung mit einem Dateisystem, welches seinen Dienst nicht so verrichtet wie es sollte. Ein passender Hack wird mittlerweile auch schon angeboten.

TouchWiz 3.0

Soweit so gut, kommen wir zum eigentlichen Thema dieses Beitrags. Ich möchte euch die neue „TouchWiz 3.0“ Oberfläche von Samsung etwas näher vorstellen. Ähnlich wie „Sense“ von HTC legt sich TouchWiz über Android und verleiht diesem ein neues Aussehen. Neben optischen Anpassungen werden aber auch hier und da Funktionen neu hinzugefügt, erweitert oder abgeändert.

Fangen wir einfach mal beim Homescreen an:

Die Leiste unten ist fest verankert und lässt sich auch nicht editieren. Es folgen in bunten quadratischen Symbolen von links nach rechts: Telefon, Kontakte, Nachrichten und Programme. TouchWiz bietet dem Nutzer bis zu 7 frei konfigurierbare Homescreens. Wie in den Bildern zu sehen ist, findet an der oberen Leiste eine durchgehende Nummierung statt, so dass ihr stets im Blick habt auf welchem der Screens ihr euch befindet. Unglücklich: mit dem Home-Button gelangt ihr stets zum ersten Screen. Es ist leider von Haus aus nicht möglich einen anderen Screen mit dieser Funktion zu belegen.

 


Der Programmstarter, auch „Drawer“ genannt, wird anders als im Standard-Android nicht von oben nach unten gescrollt, sondern ebenso wie die Homescreens seitlich bewegt. Mir ist ehrlich gesagt noch nicht ganz klar, nach welchem System installierte Programme denn hinzugefügt werden. Das ganze System wirkt so sehr unübersichtlich und stört meiner Meinung nach etwas den Arbeitsfluss. Auffällig ist die Gestaltung der Icons, die doch sehr an der Aufmachung des iOS orientiert ist.

Eine sehr nützliche Funktion wie ich finde hat Samsung in der oberen Statusleiste implementiert. Dort wurden Shortcuts platziert die es ermöglichen schnell WLAN, Bluetooth, GPS oder den Vibrationsalarm anzusteuern.

 

Gute Ideen hat Samsung auch bei der Gestaltung des Lockscreens mit eingebracht. Dieser ist in einem schönen klaren Design gehalten. Ich finde diesen Ansatz hätte man lieber bei der gesamten TouchWiz-Oberfläche verfolgen sollen. Zum Entsperren wischt man einfach den Balken nach oben, links oder rechts. Bei verpassten Anrufen oder erhaltenen SMS zeigt der Lockscreen ein Puzzleteil, dass an die richtige Stelle geschoben werden muss. Das Telefon entsperrt sich dabei und öffnet direkt das zugehörige Menü. Ich finde dies wurde wirklich witzig gelöst und stellt eine durchaus brauchbare Ergänzung dar.



Kommen wir nun zu den von Samsung ergänzten Widgets. Es befinden sich 9 zusätzliche Widgets auf dem Galaxy S. Davon sind 4 Stück verschiedene Typen von Uhren. Die anderen 5 nennen sich „Buddies aktuell“, „Daily Briefing“, „Days“, „Feeds and Updates“ und „Program Monitor“.

„Buddies Aktuell“ ist eine Art Kontakte-Widget, mit dem man ausgewählte Leute schnell per Widget erreichen kann. Die Kontakte werden in der jeweiligen Miniaturansicht dargestellt und man kann sie ähnlich wie dem „Cover-Flow“ wechseln.

„Daily Briefing“ kombiniert Wetter, Börsendaten, RSS-Feeds sowie die Agenda in einem Widget. Das Ganze wirkt mir allerdings viel zu überladen und wenig übersichtlich.

„Days“ stellt eine Art Tagebuch-Widget dar. Es zeigt Wetter, Datum, Agenda und gibt einem die Möglichkeit Notizen zu sichern und Status-Updates an Facebook, etc. zu senden.

„Feeds and Updates“ ähnelt dem sogenannten „Friend Stream“ von HTC. Es kombiniert die Feeds aus Facebook, Twitter und co. und stellt diese in einem Fluss dar. Dies erleichtert den Überblick über die ganzen Netzwerke zu behalten und auf dem Laufenden zu bleiben.

Auch im Kalender hatte Samsung seine Finger im Spiel, an Übersichtlichkeit gewinnen konnte dieser trotzdem nicht.

Der Dialer und das SMS-Interface wurden ebenfalls überarbeitet. Ich finde es ist alles etwas zu groß geraten. Da macht die native Android-Oberfläche einen aufgeräumteren, übersichtlicheren Eindruck. Nervig ist, dass man in der Dialog-Darstellung der SMS bei längeren Nachrichten erst auf „mehr“ klicken muss, um diese vollständig lesen zu können.



Zusammenfassung

Pro

  • Integration der Shortcuts in Statusleiste
  • Lockscreen

Contra:

  • zu bunt und zu verspielt
  • fehlende klare Designlinie
  • für Businessanwender definitiv nicht geeignet
  • etwas träge
  • unübersichtlich (App-Drawer und allgemein)

Ihr seht schon, ich halte nicht sehr viel von Samsungs „TouchWiz 3.0“. Meiner Meinung nach ist das reine Android die bessere Lösung und bietet darüber hinaus auch die beste Performance. Die von Samsung implementierten Funktionen können daran auch nichts ändern und stellen lediglich Ergänzungen dar. Ich habe mittlerweile auch schon den „Launcher Pro“ im produktiven Einsatz und kann dies auch nur weiterempfehlen. Der „Launcher Pro“ bietet weitaus mehr Funktionen bei einer eindeutig schnelleren Arbeitsgeschwindigkeit.

Zu guter Letzt noch ein Screenshot meines aktuellen Homescreens:

Update

Dank eines Tipps von pixelfahnder habe ich entdeckt, dass es doch möglich ist die untere Leiste im Homescreen zu editieren. Wenn ihr den App-Drawer öffnet, dann die Menütaste drückt und auf bearbeiten geht, könnt ihr ganz einfach per Drag&Drop die Programmverknüpfungen austauschen! So ist es dort auch möglich die Symbolreihenfolge im App-Drawer zu ändern und die bewährte Listenansicht steht ebenfalls zur Verfügung! Auch wenn dies eine praktische Ergänzung ist, an meinem Gesamtfazit ändert es leider nichts.

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